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Aktuelles

„ Orange The world“ vom 25. November bis 10. Dezember -16 Tage zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen

„ Orange The world“ vom 25. November bis 10. Dezember -16 Tage zur Beendigung der Gewalt an Frauen Üble Nachrede, Beleidigung, Bedrohung, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, Genitalverstümmelung,
Zwangsprostitution, sexueller Missbrauch, Sextourismus, häusliche Gewalt, Zwangsheirat: Die Liste zu Gewalt an Frauen und Mädchen ist vielschichtig und lang.

Der 25.November geht zurück auf den Tod der drei Schwestern Mirabal, die an diesem Tag 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst gefoltert, vergewaltigt und ermordet
wurden. Sie waren im Untergrund tätig und beteiligten sich an Aktivitäten gegen den Diktator Trujillo. Am 25.November 1981 riefen lateinamerikanische und karibische Frauen diesen Tag als
internationalen Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus. Im Dezember 1999 verabschiedete die UN-Generalversammlung eine Resolution, nach der der 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen bestimmt wurde.

Ziel ist es bis heute, auf die Problematik aufmerksam zu machen und Farbe zu bekennen: Die UN Kampagne „Orange the World“ findet zwischen dem 25. November, dem „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ und dem 10. Dezember, dem „Internationalen Tag der Menschenrechte“, statt. Die Farbe Orange steht dabei für die Beendigung der geschlechtsspezifischen Gewalt.

Geschlechtsspezifische Gewalt ist eine der weitverbreitetsten Menschenrechtsverletzungen. Das hat Deutschland mit der Unterzeichnung der Istanbul-Konvention anerkannt und sich zudem zur Bekämpfung dieser strukturellen Gewalt an Frauen verpflichtet.

Aktuelle erschütternde Zahlen zu häuslicher Gewalt werden alljährlich im November vom Bundesfamilienministerium veröffentlicht: Alle zweieinhalb Tage wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Jede Stunde erfahren bundesweit durchschnittlich 13 Frauen Gewalt innerhalb der eigenen Beziehung. 80.5 Prozent der Opfer/ Betroffenen waren Frauen, 19,5 Prozent Männer. Und dies sind nur die Zahlen, die bekannt sind. Expert*innen vermuten, dass etwa 80 Prozent der Fälle im Dunkelfeld stattfinden. Laut Bundeskriminalamt gehören die eigenen vier Wände für manche Frauen zu dem gefährlichsten Orten im Leben. Gewalt- das ist nicht allein der Schlag ins Gesicht. Tägliche Demütigung, Beschimpfung, leise Grausamkeit, Missachtung, Mobbing…

#TrautesHeimLeidAllein- gemeinsam gegen Häusliche Gewalt

2022 soll der Slogan #TrautesHeimLeidAllein deutlich machen, dass Gewalt direkt in unserer Nachbarschaft oder im Kreis von Bekannten und Kolleginnen und Kollegen geschieht und oft hinter einer Fassade vom „trauten Heim“ versteckt wird- unabhängig von Faktoren wie Einkommen, Bildung, Herkunft oder Alter. Betroffene verstecken oft aus Scham und Angst die Spuren der erlebten Gewalt und befreien sich aufgrund von finanzieller oder emotionaler Abhängigkeit nicht aus der Situation.
Wenn wir nicht genau hinschauen, bleiben die Betroffenen allein.

Das eigene Zuhause sind nicht die einzigen Bereiche, in denen Frauen
Gewalt erfahren. Für auf der Straße lebende Frauen, Mädchen und Frauen mit Behinderungen, Frauen in Unterkünften und jene, die bei Bekannten leben, ist Gewalt eine Gefahr. Viele Sexarbeiterinnen erfahren Diskriminierung, Stigmatisierung und Gewalt.

Es gibt keine Entschuldigung für Schläge. Wer schlägt hat Unrecht. Basta. Ohne Wenn und Aber. Und das heißt: Wir müssen uns für die einsetzen, die gerade in ihrer Angst stumm geworden sind. All diese Frauen benötigen niedrigschwellige Beratung, Möglichkeiten zur akuten Hilfe und Versorgung, Schutzräume und Unterstützung bei der Stabilisierung im Alltag und dem Finden von sicherem Wohnraum. In den Beratungsstellen wird zugehört und auch das Unverständliche
verstanden. Gewalt zu verhindern braucht daher unser aller Aktivität: genau hinsehen, die Warnzeichen ernst nehmen und unterstützen.
Jeder Fall ist ein Fall zu viel

Herbstsitzung der LAG in Kaiserslautern

LAG-Sitzung_Kaiserslautern_2022

Gemeinsam luden die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Dorothee Müller, und der Stadt Kaiserslautern, Katharina Disch, am 29. September 2022 nach Kaiserslautern ein.
Begrüßt wurden die Frauen von Landrat Ralf Leßmeister und Bürgermeisterin
Beate Kimmel.

Am Nachmittag standen die Neuwahlen der Sprecherinnen an. Verabschiedet
wurde Evi Julier, die sich die letzten sechs Jahre mit großem Engagement für
die Belange der LAG eingesetzt hat. Wiedergewählt wurden Lena Dunio-Özkan,
Simone Rothermel und Gabriele Kretz. Verstärkung erhält das SprecherinnenTeam nun von Dorothee Milles-Ostermann, Dr. Vera Lanzen und Katharina
Disch.

Pressemitteilung: Herbstsitzung der Landesarbeitsgemeinschaft für kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte in Kaiserslautern (als PDF-Download)

Jahrestagung 2022

Frauenministerin Katharina Binz bei der Jahrestagung der LAG für kommunale Frauen- Gleichstellungsbeauftragte

Jahrestagung der Landesarbeitsgemeinschaft für kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Frauenministerin Katharina Binz: Die kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten geben dem Thema Geschlechtergleichstellung vor Ort ein Gesicht.

Frauenministerin Katharina Binz traf sich mit der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Mainz. Im Rahmen der gemeinsamen Jahrestagung mit den Vertreterinnen aus den Landkreisen und Städten unterstrich Frauenministerin Binz die besondere Bedeutung dieses frauenpolitischen Netzwerkes und würdigte dabei die Wichtigkeit der Arbeit der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten.

Pressemitteilung: Jahrestagung der Landesarbeitsgemeinschaft für kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte (als PDF-Download)

Neue LAG-Webseite

Die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen-und Gleichstellungsbeauftragten ist wieder online. Nach langer Pause und grundlegender Überarbeitung freuen wir uns, unseren neuen Internetauftritt präsentieren zu können. Wir wünschen viel Spaß beim Entdecken der Homepage!

Frühjahrssitzung der LAG

Gruppenbild Gleichstellungsbeauftragte - Foto: Bernd Follmann, Euro BBW

Für die Frühjahrssitzung der LAG trafen sich die kommunalen Frauen-und Gleichstellungsbeauftragten in Bitburg-Prüm. Nach langer Pause stand das Treffen ganz im Zeichen des Austauschs und der Vernetzung.

Pressemitteilung zur Frühjahrssitzung der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Rheinland-Pfalz in Bit-burg

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Rheinland-Pfalz traf sich am 4. April zur Frühjahrssitzung in Bitburg. Begrüßt wurden die rund 25 Gleichstellungsbeauftragten von Landrat Andreas Kruppert. Er unterstrich die Wichtigkeit der Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten:
„Für mich ist es selbstverständlich, dass Frauen und Männer auf ihrem gesamten Lebensweg die gleichen Chancen erhalten – persönlich, beruflich und familiär! Da wir das aber leider noch nicht erreicht haben, ist Ihre Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte sehr wichtig für eine gerechte Gesellschaft!“
Trotz aller Freude, sich endlich wieder in Präsenz zu treffen, ist die Sitzung überschattet von dem Krieg in der Ukraine. Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) rechnet aktuell mit etwa 3,8 Millionen Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind. Ein Großteil davon sind Frauen und Kinder. Doch auch aus anderen Ländern kommen jeden Tag Frauen und Kinder in Deutschland an, die vor Krieg, Armut und/oder geschlechtsspezifischer Gewalt geflohen sind.
Da Krieg und damit einhergehende Vertreibung und Flucht immer mit einer Bedrohung durch geschlechtsspezifische Gewalt einhergeht, ist es unbedingt notwendig, Frauen und Kinder auf der Flucht konsequent vor sexualisierter Gewalt, Menschenhandel und Ausbeutung zu schützen. Die LAG fordert daher bei der Aufnahme von Frauen und Kindern auf der Flucht, die Umsetzung von Gewaltschutzkonzepten in Unterkünften, separaten Unterbringungsmöglichkeiten sowie in Schutzräumen für Alleinreisende oder von gewaltbetroffenen Frauen. Ganz im Sinne der Vernetzung fand am Nachmittag ein reger Austausch zu aktuellen Themen statt, besonderer Fokus lag dabei auf der Umsetzung der Istanbul-Konvention auf kommunaler Ebene. „Da die meisten Gleichstellungsbeauftragten Einzelkämpferinnen in ihren Kommunen und Kreisen sind, ist es wichtig, in den Austausch zu gehen, Synergieeffekte zu nutzen und sich gegenseitig zu unterstützen“ so Marita Singh, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Bitburg-Prüm, die als Gastgeberin und Sprecherin der LAG, nach über 22 Jahren im Amt, von den Mitgliedern der LAG verabschiedet wurde. Dem Eifelkreis Bitburg-Prüm bleibt Marita Singh noch bis zum Sommer als Gleichstellungsbeauftragte erhalten. Ebenfalls verabschiedet wurde Susanne Diehl, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ludwigshafen, die auch in diesem Sommer in den wohlverdienten Ruhestand gehen wird.
Groß war die Freude über die Präsentation der neuen Homepage, die nun nach langer Pause, mit neuem Design und aktuellen Inhalten endlich wieder online ist. 

Solidarität mit den Menschen in der Ukraine

Die LAG erklärt ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und unterstützt das Solidaritätsschreiben anlässlich des Internationalen Frauentags. Unterzeichnerin ist auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros.

Solidaritätsschreiben-Ukraine (PDF)

Frauen und Mädchen auf der Flucht

Frauen und Mädchen auf der Flucht sind besonderen Risiken ausgesetzt. Um Frauen und Mädchen aus der Ukraine vor Menschenhandel, Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch zu schützen hat der Verein Vitsche, bestehend aus jungen Ukrainer*innen, einen Hilfe-/Warnflyer (hier als PDF) in Englisch und Ukrainisch entwickelt, der Frauen und Mütter vor Menschenhandel warnt:

Ukraine-Hilfe Warning English

Ukraine-Hilfe Warning Ukrainisch

 

Weitere Informationen zu Hilfe bei Gewalt gegen Frauen und Kindern in ukrainischer Sprache (größere Version des Textes):

Hilfsangebote für Frauen in Ukrainischer Sprache

 

Kontakt

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